Forschungszentrum Hermeneutik und Kreativität

Prof. Dr. Tinka Reichmann, Translationswissenschaft - Universität Leipzig
Prof. Dr. Alberto Gil, Romanische Übersetzungswissenschaft - Universität des Saarlandes
Geschäftsführung: Dr. Larisa Cercel

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Unter der Herausgeberschaft von Vahram Atayan und Alberto Gil steht die Reihe Rhethos wissenschaftlichen Untersuchungen offen, die sich Fragen der Rhetorik in ihrer Gesamtbreite widmen.

Das Selbstverständnis der Reihe bilden Themen, die sich sowohl an den Einzelperspektiven des Ethos sowie des Logos und des Pathos orientieren als auch die Interaktion dieser Dimensionen berücksichtigen. Durch die integrale Perspektive von Rhethos wird der Dialog zwischen modernen Forschungsansätzen der Linguistik und literatur- bzw. kulturwissenschaftlichen sowie philosophisch-ethischen Fragestellungen angestrebt.

Die Buchreihe wurde 2009 ins Leben gerufen. Erschienen sind bereits folgende Bände:

Band 1: Atayan, Vahram / Pirazzini, Daniela (Hrsg.) (2009): Argumentation: Théorie - Langue - Discours. Actes de la section 'Argumentation' du XXX. Deutscher Romanistentag, Vienne, Septembre 2007. Frankfurt u.a., Peter Lang Verlag

Band 2: Atayan, Vahram / Wienen Ursula (ed.) (2010): Ironie et un peu plus. Hommage à Oswald Ducrot pour son 80ème anniversaire. Frankfurt u.a., Peter Lang Verlag

Band 3: Atayan, Vahram / Wienen Ursula (Hrsg.) (2012): Sprache - Rhetorik - Translation. Festschrift für Alberto Gil zu seinem 60. Geburtstag. Frankfurt u.a., Peter Lang Verlag

Am Forschungsschwerpunkt Rhethos werden seit Jahren mit großer Akzeptanz Rhetorikkurse angeboten. Der Erfolg dieser Lehrtätigkeit beruht vor allem auf der Verbindung von Selbstreflexion, Persönlichkeitsbildung und ethisch fundierter kommunikativer Praxis.

Hier ist ein Rhetorikkurs für Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen des GradUS-Programms der Universität des Saarlandes abrufbar (https://www.youtube.com/playlist?list=PLXSVowBZvaz_1rWNO_st_GgcofqN7p3ic)

Laufende und abgeschlossene Projekte

  • Doktoranden des Max-Planck-Instituts in Deutschland
  • Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität des Saarlandes
  • Arbeitsamt: Sonderprogramm Schlüsselqualifikationen
  • Doktoranden der Universität des Saarlandes (Programm GradUS)
  • Rechtsreferendare im Saarland (Institut für Anwaltsrecht)
  • Workshop Rhetorik und Kommunikation des Starterzentrums der Universität des Saarlandes
  • Rhetorikkurse für Hörer aller Fakultäten bei der Katholischen Hochschulgemeinde der Universität des Saarlandes
  • Modul "Rhetorik und Argumentation" (mit Maurice Chemnitzer) im Optionalbereich des Bachelor of Arts der Philosophischen Fakultäten an der Universität des Saarlandes (Modulhandbuch)
  • Rhetorikseminare im Bereich der Schlüsselqualifikationen der Universitäten Jena und Kaiserslautern sowie des Geraduierten Kollegs "Dynamik von Raum und Geschlecht" der Universitäten Göttingen und Kassel
  • Managercoaching bei Enovos Deutschland AG: Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Saarbrücken
  • Rhetorikseminar für das Führungspersonal bei IZES (Institut für ZukunftsEnergieSysteme), Saarbrücken

 

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Rhetorik und Lehre

wie man gut ankommt

 

 

Was ist der Schlüssel, um gut anzukommen? Die Grundsteinlegung jedes erfolgreichen Miteinanders besteht darin, sich der grundsätzlichen Beziehungsfähigkeit des Menschen bewusst zu werden. Je besser ich über mich Bescheid weiß, desto authentischer werde ich mit den anderen umgehen. Hierzu gehören Fragen wie "Wer bin ich?" "Wohin will ich?" "Was kann ich überhaupt bewirken?" Da ich sowohl in einem kulturellen Raum als auch mit einzelnen Menschen in Beziehung stehe, schließen sich hieran Themen wie Bildung im Unterschied zur Anhäufung von Wissen sowie Kenntnis von und Respekt vor anderen Kulturen. Im Umgang mit den Menschen spannt sich der Bogen von der persönlichen Freundschaft bis hin zur Solidarität in der Gemeinschaft. Damit verbunden sind Dialogfähigkeit und Dienstbereitschaft.

 

Diese mehrdimensionale Beziehungsfähigkeit des Menschen soll anhand von 10 Briefen an junge Menschen illustriert werden. Es sind Antworten auf Fragen, mit denen ich mich in meiner langjährigen Zusammenarbeit mit Studierenden verschiedenster Nationalitäten sowie in der rhetorischen Forschung und Lehre konfrontiert gesehen habe. Allen diesen wunderbaren jungen Menschen, von denen ich in den letzten Jahren so viel Schönes erfahren und lernen durfte, seien in Dankbarkeit die Überlegungen dieses Buches zugeignet, die als eine Art "Was ich Euch immer habe sagen wollen" von Herzen kommen.

 

Grundlagenwerkbuch titelseite

Im vorliegenden Buch wird nach den Bedingungen gefragt, die überzeugendes Reden ermöglichen. Vor diesem Hintergrund werden die klassischen Prinzipien der Strukturierung einer Rede in ihrer Verbindung zur überzeugenden Persönlichkeit der Aktanten dargestellt. Dadurch lassen sich tiefere Schichten der rhetorischen Wirksamkeit erkennen, die eine Ökologie des rhetorischen Handelns begründen.

 

 Diese Kurzabhandlung geht auf eine langjährige Erfahrung des Autors in Forschung und Lehre sowie auf zahlreiche Seminare und Schulungen in der Wirtschaft und für öffentliche Einrichtungen zurück.

 

 Adressaten des Buches sind alle an Rhetorik und Kommunikation Interessierten, aber auch Fachleute. Letztere können im Buch tiefere Dimensionen der Rhetorik entdecken, die in gängigen Handbüchern unberücksichtigt bleiben.

 

Leseprobe (Deutsch)

 

 

portada klein

 cover italienisch
 

Neufassung des Werkes in spanischer und italienischer Sprache.

Auch als eBook bei iBooks und

bei Amazon broschiert und als Kindle-Edition erhältlich.

Buchreihe Rhethos

Unter der Herausgeberschaft von Vahram Atayan und Alberto Gil steht die Reihe Rhethos wissenschaftlichen Untersuchungen offen, die sich Fragen der Rhetorik in ihrer Gesamtbreite widmen.

Das Selbstverständnis der Reihe bilden Themen, die sich sowohl an den Einzelperspektiven des Ethos sowie des Logos und des Pathos orientieren als auch die Interaktion dieser Dimensionen berücksichtigen. Durch die integrale Perspektive von Rhethos wird der Dialog zwischen modernen Forschungsansätzen der Linguistik und literatur- bzw. kulturwissenschaftlichen sowie philosophisch-ethischen Fragestellungen angestrebt.

 

Die Buchreihe wurde 2009 ins Leben gerufen. Erschienen sind bereits folgende Bände:

 

Band 1: Atayan, Vahram / Pirazzini, Daniela (Hrsg.) (2009): Argumentation: Théorie - Langue - Discours. Actes de la section 'Argumentation' du XXX. Deutscher Romanistentag, Vienne, Septembre 2007. Frankfurt u.a., Peter Lang Verlag

 

Band 2: Atayan, Vahram / Wienen Ursula (ed.) (2010): Ironie et un peu plus. Hommage à Oswald Ducrot pour son 80ème anniversaire. Frankfurt u.a., Peter Lang Verlag

 

Band 3: Atayan, Vahram / Wienen Ursula (Hrsg.) (2012): Sprache - Rhetorik - Translation. Festschrift für Alberto Gil zu seinem 60. Geburtstag. Frankfurt u.a., Peter Lang Verlag

 

Einzelne wissenschaftliche Beiträge

 

 

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 >> Rhetorikkurse

Alberto Gil

"Was ist eine schöne Stimme? - Anthropologisch-rhetorische Dimensionen für die Lehre", in: Forschung&Lehre 11/18, 978-979. (Download PDF)

 

"Diskursmarker und Übersetzung - Eine deutsch-romanische Studie zu der Beziehung zwischen Hermeneutik und Kreativität", in: Franke, Anna-Susan/Vicente Álvarez Vives (Hrsg.), Romaniae Pontes. Beiträge zur Sprache in der Gallo- und Iberoromania. Berlin: Peter Lang 2018, 243-254. (https://doi.org/10.3726/b11528) (Download PDF)

 

"Per un'arte di convincere 'sostenibile'", in: Notizie della Santa Croce, Anno XXXII- Settembre 2017, 90-91 (Download PDF)

 

"Cuestiones retórico-traductológicas de los marcadores del discurso (y su ausencia), ejemplificadas en la traducción española de Atemschaukel (Herta Müller)", in: Loureiro, Ana Paula et al. (coords.), Marcadores Discursivos e(m) Tradução. Coimbra University Press 2017, 75-90 (Download PDF)

 

"Zum philosophischen Status der Rhetorik", in: Kugelmeier, Christoph (Hrsg.), Translatio humanitatis. Festschrift zum 60. Geburtstag von Peter Riemer. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2015, 297-316 (Download PDF)

 

"Il perdono ha una retorica speciale? Dall' 'eunoia' greca alla 'caritas' cristiana", in: Bergamino, Federica (ed.), Liberare la storia. Prospettive interdisciplinari sul perdono. Milano: FrancoAngeli 2015, 157-166

 

"Translatologisch relevante Beziehungen zwischen Hermeneutik und Kreativität am Beispiel der Übertragungskunst von Rainer Maria Rilke", in: Gil, Alberto/Kirstein, Robert (Hrsg.), Wissenstransfer und Translation. Zur Breite und tiefe des Übersetzungsbegriffs. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2015, 143-162 (Download PDF)

 

"Public Discourse on the Internet: Interactive Control of the Integration Debate in German", in: Olza, Inés, Óscar Loureda, Manuel Casado Velarde (eds.): Language Use in the Public Sphere. Methodological Perspectives and Empirical Applications. Bern, Berlin etc.: Peter Lang 2014, 375 - 396.

 

"Kreativität und Problemlöseverfahren als translatologische Größen, am Beispiel der spanischen Übersetzung von Herta Müllers Atemschaukel", in: Kerstin Kunz, Elke Teich, Silvia Hansen-Schirra, Stella Neumann, Peggy Daut (eds.): Caught in the Middle - Language Use and Translation. Festschrift for Erich Steiner on the Occasion of this 60th Birthday, Saarbrücken: Universität des Saarlandes universaar 2014, 129 - 145. (Download PDF)

 

"Comprendere e riferire un testo religioso. Verso una retorica dell'informazione sulla Chiesa", in: Tridente, Giovanni (ed.), Teoria e pratica del giornalismo religioso. Come informare sulla Chiesa Cattolica: fonti, logiche, storie, personaggi, Roma: EDUSC, 2014, 139-155. (Download PDF)

 

"Zur Ethik der politischen Rhetorik", in: Die neue Ordnung, 68. Jahrgang, Heft 1, Februar 2014, 41-49. (Download PDF)

 

"Ethos del orador, ethos del gobernante", in: Cuadernos Empresa y Humanismo 121, 10/04/13, 35 - 51. (Download PDF)

 

"Sich den Spiegel vorhalten. Wie überzeugt man wirklich?", in: Forschung und Lehre 3/13, 226 - 227. (Download PDF)

 

„Mimesis als rhetorisch-translatorische Größe. Ein Beitrag zur hermeneutisch orientierten Übersetzungstheorie“, in: Larisa Cercel / John Stanley (Hrsg.) Larisa Cercel / John Stanley (Hrsg.), Unterwegs zu einer hermeneutischen Übersetzungswissenschaft. Radegundis Stolze zu ihrem 60. Geburtstag, Tübingen: Narr 2012, 153 – 168. (Download PDF)

 

"Von Leiden und Freuden bei Kongressvorträgen", in: Der Radiologe 2012. 52, 373 - 374 (Download PDF)

 

"Rhetorische Strategien zur Vertrauensbildung in der öffentlichen Rede am Beispiel Silvio Berlusconis", in: Frevel, Claudia/Franz-Josef Klein / Carolin Patzelt (Hrsg.), Gli uomini si legano per la lingua. Festschrift für Werner Forner zum 65. Geburtstag, Stuttgart: ibidem-Verlag, 2011, 31 - 47. (Download PDF)

 

"La figura de la evidentia o repraesentatio en la oratoria sagrada del barroco sevillano", in: Abrahamyan, Ashot/Abrahamyan, Natalja/Atayan, Vahram/Gyulzadyan, Davit/Sakayan, Dora (Hrsg.) (2011): Zeichen, System, Kommunikation: eine Gedenkschrift für Edouard Atayan (Bandtitel in armenischer Sprache), Eriwan, Universitätsverlag. (Download PDF)

 

"Hermeneutik der Angemessenheit. Translatorische Dimensionen des Rhetorikbegriffs /decorum/", in: Cercel, Larisa (Hrsg.), /Übersetzung und Hermeneutik/, Bucharest: ZETA books, 2009, 317 - 330. (Download PDF)

 

"Überzeugender Reden. Rhetorikkurs für Doktorandinnen und Doktoranden", in: Grimm, Thomas/Venohr, Elisabeth (Hrsg.), Immer ist es Sprache. Mehrsprachigkeit - Intertextualität - Kulturkontrast. Festschrift für Lutz Götze zum 65. Geburtstag, Frankfurt a. M.: Peter Lang 2009, 147 - 156 (Download PDF)

 

"Rhetorik als Humanwissenschaft. Anmerkungen zur rhetorischen Dimension des dialogischen Denkens", in: Schmitz-Emans, Monika/Schmitt, Claudia/Winterhalter, Christian(Hrsg.): Komparatistik als Humanwissenschaft. Festschrift zum 65. Geburtstag von Manfred Schmeling. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2008, S. 283 -293 (Download PDF)

 

"Zur rhetorischen Kunst von Bossuet. Anmerkungen zu seinen sprachlichen Verfahren der Visualisierung", in: Albrecht Greule, Hans-Walter Herrmann, Klaus Ridder und Andreas Schorr (Hrsg.): Studien zu Literatur, Sprache und Geschichte in Europa - Wolfgang Haubrichs zum 65. Geburtstag gewidmet, St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2008, 289 - 300 (Download PDF)

 

Ethos, Logos y Pathos en el Ariel de José Enrique Rodó, in: Gil, Alberto; Schmitt, Christian (Hrsg.): Retórica en las Lenguas Iberorrománicas, Hispanistentag, Bremen (1. bis 4. März 2005), S. 273-288, Bonn, Romanistischer Verlag, 2006.

 

Gil, Alberto; Schmitt, Christian (Hrsg.): Retórica en las Lenguas Iberorrománicas, Hispanistentag, Bremen (1. bis 4. März 2005), S. 363, Bonn, Romanistischer Verlag, 2006.

 

La Retórica de la Ilustración y la ilustración de la retórica en la Península Ibérica. S. 179-190. Século das Luzes. Portugal e Espanha, o Brasil e a Região do Rio da Prata. Thielemann, Werner (Hrsg.). TFM Verlag, 2006.

 

Rhetorische Figuren und Informationsstrukturen im Italienischen am Beispiel der Antithesen bei Emanuele Tesauro. S. 27-37. Retorica: Ordnungen und Brüche. Beiträge des Tübinger Italianistentags. Rita Franceschini/Rainer Stillers/Maria Moog-Grünewald/Frank Penzenstadler/Norbert Becker/Hannelore Martin (Hrsg.). Tübingen: Gunter Narr, 2006.

 

Retórica y humildad. Reflexiones sobre el ethos del orador. S. 75-96. Empresa y Humanismo. Band IX. Heft 1, 2006. (Download PDF)

 

Zur Rhetorik des discurso engenhoso bei António Vieira. António Vieira und die portugiesische Rhetorik des 17. Jahrhunderts. Akten der gleichnamigen Sektion des 5. Deutschen Lusitanistentages in Rostock (25. – 28. September 2003). Gil, Alberto/Thielemann, Werner (Hrsg.). Bonn: Romanistischer Verlag, 2005.

 

RHETORIK UND DEMUT. Ein Grundsatzpapier zum Rednerethos. RhetOn. Online Zeitschrift für Rhetorik & Wissenstransfer. Heft 2, 2005. (Beitrag online)

 

Gil, Alberto; Thielemann, Werner (Hrsg.): Die Rhetorik António Vieiras. Akten der Sektion António Vieira und die portugiesische Rhetorik des 17. Jahrhunderts beim V. Deutschen Lusitanistentag, Rostock (25.-28. September 2003, S. 222. Bonn, 2005.

 

Zur Metaphorik der Presseberichterstattung beim spanischen, italienischen und rumänischen Wahlkampf von 1996. S. 86-112. Kognitive und kommunikative Dimensionen der Metaphorik in den romanischen Sprachen. Akten der gleichnamigen Sektion des XXV. Deutschen Romanistentages, Jena (28.9.-2.10.1997).

 

Gil, Alberto/Schmitt, Christian (Hrsg.). Bonn, 1998.


Metaphorik bei der Fußballberichterstattung. Vergleichsstudie Französisch-Katalanisch-Spanisch. S. 271 bis 284. Von der Unklarheit des Wortes in die Klarheit des Bildes? Festschrift für Johannes Thiele. Fuchs, Volker (Hrsg.). Tübingen, 1998.

 

Gil, Alberto; Schmitt, Christian (Hrsg.): Kognitive und kommunikative Dimensionen der Metaphorik in den romanischen Sprachen. S. 521, in: Romanistische Kongressberichte. Band 5, 1998.

 

Gil, Alberto; Hennet, Heidi: Kreative und konventionelle Metaphern in der spanischen Wirschaftssprache der Tagespresse. S. 30-32. Lebende Sprachen XXXVII. Jahrgang. Heft 1, 1997.

 

El predicador y el oyente. Principios semióticos en la Retórica de Fray Luis de Granada. S. 197-209. Varia Hispanica. Estudios en los Siglos de Oro y Literatura Moderna. Homenaje a Alberto Porqueras Mayo. Laurenti, Joseph L./ Vern Williamsen (Hrsg.). Kassel, 1989.

 

O sermão no sermão - Predigt und Metapredigt bei António Vieira. S. 233-250. Aufsätze zur Portugiesischen Kulturgeschichte. Heft 19, 1988.

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Vertrauen ist überhaupt nur möglich, wo Wahrheit möglich ist, wo Menschen sich mit Verbindlichkeit für Dritte über Selbes verständigen können. Wahrheit erleichtert diese Verständigung und damit die Reduktion der Komplexität, durch die Unterstellung, dass auch Dritte diese Auffassung für richtig halten können!

Niklas Luhmann

Forschungsschwerpunkte

Die Konzeption der in Rhetorik und Ethos erforschten und gelehrten Rhetorik geht vom klassischen Verständnis des Redners als „ein guter Mensch, der im Sprechen ein Experte ist“ (vir bonus dicendi peritus, Cato) aus, d. h. zu einer ausgefeilten Redetechnik gehört untrennbar die Autorität und Glaubwürdigkeit des Redners.

 

Entsprechend bilden den Gegenstand der Forschung drei Säulen:

 

 1. Anthropologisch-ethische Grundlagen

Nach dem aristotelischen Prinzip der drei Beweismittel – Ethos, Logos und Pathos – sind zwei Drittel der zu erbringenden Überzeugungsinstrumente philosophisch-anthropologischer Natur: Ethos meint die Glaubwürdigkeit des Senders und Pathos die beim Empfänger zu erweckenden Emotionen. Zwei philosophische Schwerpunkte erweisen sich zu deren Erforschung als besonders erhellend und hilfreich: der Personalismus, unter besonderer Berücksichtigung des dialogischen Denkens, und die Tugendethik.

 

Zum Du wird mir der andere erst dann, wenn die einfache Subjekt-Objekt-Beziehung aufhört. Der erste Schritt zum Du ist jene Bewegung, welche 'die Hände wegnimmt' und den Raum freigibt, worin die Selbstzweckdienlichkeit der Person zur Geltung kommen kann.

Romano Guardini

2. Argumentation und Diskursanalyse

Der Logos bzw. der argumentative Teil der Rede folgt nicht immer den Gesetzen der philosophischen Logik. Argumentative Mittel der Rhetorik weisen eigene Charakteristika auf und sind im Gesamtzusammenhang der klassischen Teile der Redekunst (partes artis) zu sehen. Diese immerwährenden Prinzipien der rhetorischen Technik werden mit den neueren Erkenntnissen der Textwissenschaft und Diskursanalyse vertieft und ergänzt.

 

3. Kulturvergleich und Kulturtransfer

Bestehende universitäre und kommerzielle Rhetorikinstitute und -schulen befassen sich hauptsächlich mit rhetorischen Themen in der jeweiligen Sprache und Kultur. Das Saarland – als Grenzregion – ist geradezu prädestiniert, den europäisch-vergleichenden Ansatz zu verfolgen. Der Lehrstuhl für Romanische Übersetzungswissenschaft verfügt über fundierte Kompetenzen, um spezielle internationale und interkulturelle Fragestellungen eingehend zu untersuchen und zu thematisieren.

 

 


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